Milonga

So. 6.5. frühlingsfrische Milonga, 19 Uhr,

Musik in Tandas mit Cortinas, Tango-nuevo-anteil ist DJ-Wahl

Das Motto „frühlingsfrisch“ darf anregen, gemeinsam eine entsprechende Atmosphäre zu kreieren. Der Gastgeberin Freude, wenn wer mitmacht und sich entsprechend kleidet. Doch bitte kein Verbiegen, Wohlfühlen geht vor. DJ  ist Thomas Mößner, bekannt von Tangocafe München am Stacchus.

Vorschau:  So.1.7. weisse Milonga

 Was ist Milonga?

erstens ein Rythmus , zweitens ein gesellschaftlicher Tangoabend. Man trift sich um zu tanzen und sich gegenseitig aufzufordern. Voraussetzung ist ein angemessenes Mindestmaß an Tangopraxis und die Bereitschaft sich einzubringen. Jeder Tangobegeistere ist willkommen, Paare und Einzelpersonen .

Ein ausgewogener Männer-Frauenanteil ist für Alle wichtig und liegt auch mit in der Verantwortung des Einzelnen und der Einzelnen. Es ist natürlich nicht obligat, aber sehr hilfreich sich paarweise  zu verabreden .  Sie können durchaus schon beim Verabreden diesen Grund äußern, mithelfen zu wollen, den Rollenanteil ausgewogen zu halten. Dann ist auch klar, dass sie nicht beabsichtien, ausschließlich mit dem begleitenden Partner zu tanzen,  sondern dass Sie sich allgemein gesellig zeigen. Teilweise verabreden sich auch kleine Grüppchen, denn Begeisterung steckt an..

 



Auffordern als Frau

Emanzipation in Ehren, doch im Tango geht es auch um sinnvolle Rollenpflege. Sie tut dem modernen Menschen einfach gut. Dein kostbares weibliches Recht des Epfangens lässt dem Mann die Initiative und damit die Herausforderung.

Fraueninitiative schadet Beiden Rollen. Das ist Tatsache die viel zu wenig beachtet wird.  Männer geraten entweder „auf die faule Haut“ , wenn die Frauen auffordern, brauchen sich selbst nicht bemühen. Oder sie kommen in die „Höflichkeitsklemme“, wenn sie jetzt eigentlich gar nicht tanzen wollten. Ausführlich mehr dazu ist immer auch Schwerpunkt in Saidas Frauentango-Workshops.

Wie also geschickt aufordern als Frau ? Antwort: Die direkte männliche Art kommt bei Männern nicht gut an. Lieber auf weibliche Art: indirekt und zurückhaltend. Je indirekter umso besser , je zurückhaltender umso besser. Jeden Mann nur ein eiziges mal verbal zum tanzen einladen (auffordern), eventuell nach ein paar Sätzen Smaltalk. Danach mit lächelnder Zurückhaltung testen, ob man von sich aus auf Dich zurückkommt. Freu Dich auf die gute Rückwirkung.Auch dann, wenn sie erst bei deinem nächsten Besuch dieser Milonga spürbar wird.

Milongatip Auffordern für Männer

Egal wie deine Selbsteinschätzung ist mehr oder weniger zu „können“, das interessiert eine Frau viel weniger als Du glaubst. Sie freut sich einfach nur aufgefordert zu werden. Denn für sie bedeutet das wahrgenommen zu werden als Frau. Das bedeutet ihr viel. Darum geht es ihr. Bedenke sie ist wie Du vor allem Teil einer abgekühlten Berufswelt. Geh also selbstbewusst und klar in die Offensive. Die Durchchnittsfrau wird lieber von einem mäßig tanzenden Mann aufgefordert als von einer toll führenden andern Frau. Die männliche Zurückhaltung macht es den Frauen nur so schwer. Sie fühlen sich als Frau übersehen. Weil das natürlich angweilig ist,  springen sie dann entweder in die Rolle der „Schwester“ und sagen sich: der traut sich nicht. na gut,  mach ich halt den Anfang. ….und Schwupp! Aus der Traum! Jedenfals der vom rollengerechten Dialog zwischen Mann und Frau im Tango. Damit hat sie sich nämlich selbst um das begehrte Erlebniss gebracht aufgefordert zu werden. Schon erledigt. Dich aber hat sie um das Heldengefühl gebracht, dass Du von Dir aus initiativ warst.

Oder sie springen in die

Also geiz nicht mit Tanzeinladungen. Sei verschwenderisch damit wie mit spendiertem Bier!   Tangofrauen schätzen es kollossal aufgefordert zu werden, fast egal wie der Tango dann ausfällt . Das rechnen sie erst in zweiter Linie. Sie wollen jeden Tänzer auf seine Art zu erleben und wenn sie das nicht wollen, sind sie weit weg vom Tango.

Hey Tanguero, sieh es auch ihrer Sicht: allein für die Gelegenheit wird eine wahre Tango-lady bereits dankbar sein!  Sei Dir sicher, dass deine Tanzeinladung gut ankommt, einfach nur weil es eine Tanzeinladung ist. Es wirkt sehr attraktiv wirkt für die Frau, weil ihr damit das angestammte Recht des Empfangens bleibt.

Muss sie aber wegen unangemessener Männerzurückhaltung „selbst dafür sorgen“ einen Tanz zu ergattern, weil sie sonst den ganzen Abend rumsitzt, gerät sie in die „emanzipierte Offensive“ und fordert nur umso mehr auf, was ihr und dem Tango aber schlecht steht. Es ist daher wichtig, daß angemessenes Verhalten innerhalb der Rollen von beiden Seiten gepflegt wird. Einfach weil es Sinn macht und guttut.

Auffordern mit den Augen, der Cabeceo, gehört als kulturelle Gepflogenheit zum Tango . Cabeceo ( blickkontakt herstellen) ist eine spannende Kultur, und reicht von gegenseitiger Hochachtung bis zur intensiven unausweichlichen wortlose Forderung. Durch den klaren Blick in Richtung des gewünschten Partners. (Cabeceo  von „cabeca“= kopf ) wird wortlos aufgefordert. Ist dieser Blick deutlich länger als zufällig darf er als als Tanzeinladung verstanden werden und wird aufgefangen und erwidert bei einverständnis. Man geht aufeinander zu am Rand der Tanzfläche. Falls kein Blickkontakt zustandekommt, so ist der Cabeceo womöglich abgekehnt. Aber nicht unbedingt. Bevor man den ganzen Abend vergeblich versucht, lieber nachfragen: Möchtest du tanzen? / oder: Bitte tanz mit mir / Wie sieht es aus „auf deiner Tanzkarte“ ?/ Reservierst Du mir die nächste Tanda? /….eine Tanda, dauert knappe zehn minuten, diese kleine Zeit kann man einander gönnen, wozu sonst ist das hier eine Milonga. Gute Tangokultur ist sozial und respektvoll freilassend.

dieRegeln/Codigos

Musik in Tandas mit Cortinas. Was heißt das? Einige ausgesuchte Tangostücke nacheinander bilden eine Tanda. Diese bitte mit demselbern Partner bis zu Ende tanzten. Das Ende ist hörbar durch die Cortina. Das sind einige Takte Musik deutlich anderen Stils. So ist eindeutig, wann sich die Fläche leert, wann man zu einen anderen Tanzpartner wechselt oder pausiert. Tanzrichtung in klassischer Ronda: alle Paare sollen einigermaßen fließend weitertanzen können, deshalb: Männer mit der linken Schulter zur Saalmitte und in diese Richtung vorwärts.

Männer haben das Recht und die Pflicht (eigenen Ermessens) die anwesenden Frauen  zum Tanz einzuladen. Das Recht zu wählen, beinhaltet die Pflicht es zu tun.  Emanzipaton ist es möglich, daß Initiative auch von Frauen ausgeht, aber das passt nicht beim Tango. Aber die Erfahrung zeigt,  die Rollentausch im Tango nur auf höchter tänzerischer Ebene funktioniert, nicht aber soziologisch. „Selbstverständliche“ Damenwahl hat folgende negative Auswirkungen:

  1. Männer sind der Herausforderung zur Initiative enthoben. Initiative aber ist das männliches Vorrecht, auf das Männer nicht freiwillig verzichten sollten. Indem Mann abwartet selbst gewählt zu werden drängt er unbewusst die Frau zur Offensive.
  2. Frauen können nicht erleben, dass sie umworben sind, wenn sie selber auffordern (müssen!) Gewählt zu werden ist das weibliche Vorrecht! Darauf sollten Frauen nicht verzichten indem sie überaktiv auffordern.
  3. Männer geraten in die Klemme, wenn sie nicht ablehnend sein wollen. Es ist der männlichen Tanzlust abträglich diese Klemme zu befürchten.
  4. Männliche Tanzunlust provoziert die Offensive der Frau weil sie meint „sonst gehe gar nichts“. Hier schließt sich die Abwärtsspirale der „verdrehten Rollen“ (frau wirbt um mann)
  5. …..im Tango können wir dieser Negativspirale gut entgegenwirken. gweohnheitsmäßig zum Tanz einzuladen ist ein gesellschaftlicher Spaß mit Hintergrund und Tiefenwirkung.

Frauen haben das Recht und die Pflicht (eigenen Ermessens) die Tanzeinladungen der anwesenden Männer anzunehmen, das Recht des Empfangens beinhaltet auch die „Pflicht“ es zu tun.