Milonga

 

 jeden dritten Samstag des Monats

18. Mai   15. Juno   20. Juli   17.Aug.   21. Sept.   19. Okt   16. Nov.   21.Dez.

19 Uhr bis 23 Uhr,

MUSIK :  Tandas und Cortinas,  ca. 80/20, gern mal zugunsten Nuevo aber nie nie ohne wahre Tangoklassik, Gast-DJ wird mit Einladung bekanntgegeben, wenn nicht anders angegeben, Djane Saida

BUFFET:  ist im Unkostenbeitrag enthalten. Saidas Standardbuffet besteht aus warmer Gemüsesuppe um 10 Uhr und Dessert in Form von Himbeeren auf Sahnequark . Damit ist gleichbleibend zu rechnen. Eure Kuchenbeiträge sind eine sehr leckere und dankenswerte Ergänzung. Bitte absprechen.

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WAS IST MILONGA UND WIE GEHT DAS ?

Milonga ist gesellschaftlicher Tango  außerhalb vom Kurstraining. Keine „Übungsveranstaltung“ bitte, dazu gibt es Praktikas, sondern ein Treffen für Tangobegeistere.  Es ist hilfreich und gesellschaftlich sinnvoll sich paarweise zu verabreden. Schon im eigenen Interesse, weil sie dann sicher wissen, daß sie gleich schon beim ankommen mittanzen können und nicht erst als Einzelperson mit Aufforderungswunsch wahrgenommen werden müssen und gegen Ende der Milonga richtig dabeisind. Sie können beim Verabreden den Grund äußern,  den Männer-Frauenanteil ausgewogen zu halten, was sich günstig auf die Atmosphäre auswirkt. Dabei können Sie erwähnen, dass es gar nicht nötig ist ausschließlich miteinander zu tanzen, sondern dass es üblich ist sich gesellig einzubringen. Teilweise verabreden sich auch kleine Grüppchen, auch wegen Fahrgemeinschaften. Begeisterung steckt an…

 

Auffordern als Frau

Emanzipation in Ehren, doch im Tango geht es ja auch um angemessene Rollenpflege. Vertraue auf dein weibliches Recht des Empfangens.Das lässt dem Mann sein Recht zur Wahl und damit die Motivation zur Initiative.

Fraueninitiative ist beim Tango eine dosierungsfrage!  zuviel davon schadet beiden Geschlechterrollen. Wenn Frauen zuviel auffordern, sind  brauchen Männer sich selbst nicht zu bemühen. Oder, falls sie eigentlich gar nicht tanzen wollen, geraten sie in die „Höflichkeitsklemme“. beides ist ungut!

Kann ich als Frau im Tango nun gar nicht auffordern? Nun, das wird honnentlich nicht nötig sein und wenn doch dann tue es „Indirekt“. Vielleicht nach ein par Worten Samaltalk. Jeden Mann nur einmal zum tanzen  einladen („auffordern“). Danach mit  Zurückhaltung testen, ob er von sich aus auf Dich zurückkommt. Freu Dich auf die gute Rückwirkung. Auch dann, wenn sie vielleicht erst bei deinem nächsten Besuch dieser Milonga spürbar wird. jede Milonga hat ihre Stammgäste.

Auffordern für Männer

Egal wie deine Selbsteinschätzung ist, dein „können“ interessiert eine Frau viel weniger als Du glaubst. Sie freut sich zuerst mal allein wegen der Aufforderung. Denn das zeigt ihr als Frau wahrgenommen zu werden und das bedeutet ihr mehr als Du glaubst. Bedenke sie ist wie Du täglich auf ihre Nützlichkeit reduziert als Teil einer nüchternen Berufswelt. Geh also selbstbewusst und spielerisch in die Tanzeinladungs-Offensive. Männliche Zurückhaltung macht es den Frauen  schwer. Sie fühlen sich als Frau übersehen.

Aber sie schätzen es kollossal aufgefordert zu werden, fast egal wie der Tango dann ausfällt . Das bedenken Frauen erst in zweiter Linie. Sie wollen jeden Tänzer auf seine Art einfach mal erleben, sonst würden sie nicht tangotanzen.

Auffordern mit den Augen, der Cabeceo, ist ein schöner Brauch beim Tango. mann mus nicht unbedingt was reden, der klare Blick in Richtung des gewünschten Partners. (Cabeceo  von „cabeca“= kopf ) ist eine wortlose Tanzeinladung. Wenn man annimmt  geht man aufeinander zu. Falls kein Blickkontakt zustandekommt, so ist der Cabeceo entweder abgekehnt oder übersehen, was aber auf’s gleiche rauskommt: kein gemeinsamer Tanz. Also bevor man  sich vergeblich damit herumplagt dann lieber anders: Möchtest du tanzen? / Bitte tanz mit mir / Wie sieht es aus auf deiner „Tanzkarte“ ?/ Reservierst Du mir die nächste Tanda? /….eine Tanda, dauert knappe zehn minuten, diese kleine Zeit kann man einander gönnen, wozu sonst Milonga. Gute Tangokultur ist sozial und respektvoll freilassend.

dieRegeln/Codigos

Musik in Tandas mit Cortinas. Was heißt das? Einige ausgesuchte Tangostücke nacheinander bilden eine Tanda. Diese bitte mit demselbern Partner bis zu Ende tanzten. Das Ende ist hörbar durch die Cortina. Das sind einige Takte Musik deutlich anderen Stils. So ist eindeutig, wann sich die Fläche leert, wann man zu einen anderen Tanzpartner wechselt oder pausiert. Tanzrichtung in klassischer Ronda: alle Paare sollen einigermaßen fließend weitertanzen können, deshalb: Männer mit der linken Schulter zur Saalmitte und in diese Richtung vorwärts.

Männer haben das Recht und die Pflicht (eigenen Ermessens) die anwesenden Frauen  zum Tanz einzuladen. Das Recht zu wählen, beinhaltet die Pflicht es zu tun.  Emanzipaton ist es möglich, daß Initiative auch von Frauen ausgeht, aber das passt nicht beim Tango. Aber die Erfahrung zeigt,  die Rollentausch im Tango nur auf höchter tänzerischer Ebene funktioniert, nicht aber soziologisch. „Selbstverständliche“ Damenwahl hat folgende negative Auswirkungen:

  1. Männer sind der Herausforderung zur Initiative enthoben. Initiative aber ist das männliches Vorrecht, auf das Männer nicht freiwillig verzichten sollten. Indem Mann abwartet selbst gewählt zu werden drängt er unbewusst die Frau zur Offensive.
  2. Frauen können nicht erleben, dass sie umworben sind, wenn sie selber auffordern (müssen!) Gewählt zu werden ist das weibliche Vorrecht! Darauf sollten Frauen nicht verzichten indem sie überaktiv auffordern.
  3. Männer geraten in die Klemme, wenn sie nicht ablehnend sein wollen. Es ist der männlichen Tanzlust abträglich diese Klemme zu befürchten.
  4. Männliche Tanzunlust provoziert die Offensive der Frau weil sie meint „sonst gehe gar nichts“. Hier schließt sich die Abwärtsspirale der „verdrehten Rollen“

Frauen haben das Recht und die Pflicht (eigenen Ermessens) die Tanzeinladungen der anwesenden Männer anzunehmen, das Recht des Empfangens beinhaltet auch die „Pflicht“ es zu tun. 

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