Milonga

 

So.4.11. „stille Milonga“  19 Uhr

diesmal kein Farbmotto sondern ein Verhaltensmotto. „Stille Milonga“ möge eine konzentzrierte Stimmung fördern und damit kreatives Tanzen. Alle sind vornehmlich zum tanzen hier, also lasst uns den üblichen Smaltalk mal krass reduzieren.  Üben wir uns spaßhalber verstärkt im nonverbalen auffordern ohne kommentar….wer sagt eigentlich , dass ein cabeceo immer SOFORT klappen muss?….seit kreativ und witzig in wortloser Verständigung mit Augen und Händen. Verbal bitte nur kurze Sätze, gedämpft.

 

Milonga ist eine Möglichkeit Tango zu leben. Tangobegeistere willkommen, auch sog. Anfänger mit guten Basiskenntnissen.

Ein ausgewogener Männer-Frauenanteil ist für Alle wichtig, deshalb sind auch Alle mitverantwortlich ihn zu gewährleisten. Es ist hilfreich sich paarweise zu verabreden. Und nett, weil sie dann sicher wissen, daß  sie die erste Tanda mittanzen können und nicht tanzlos rumsitzen. Sie können beim Verabreden den Grund äußern,  den Männer-Frauenanteil ausgewogen zu halten. Dabei auch ansprechen, dass sie nicht ausschließlich mit ihrer Begleitung tanzen werden,  sondern sich gesellig einbringen wollen. Teilweise verabreden sich  kleine Grüppchen zu Fahrgemeinschaften. Begeisterung steckt an…

 

 

 

Auffordern als Frau

Emanzipation in Ehren, doch im Tango geht es auch um sinnvolle Rollenpflege. Vertraue auf dein weibliches Recht des Empfangens, das lässt dem Mann sein Recht und damit die Motivation zur Initiative.

Zuviel Fraueninitiative schadet Beiden. Wenn Frauen auffordern, brauchen Männer sich selbst nicht zu bemühen, oder sie kommen in die „Höflichkeitsklemme“, falls sie eigentlich gar nicht tanzen wollen.

kann ich als Frau im Tango nun gar nicht auffordern? Indirekt schon! Aber bitte diskret, je zurückhaltender umso besser. Jeden Mann nur ein eiziges  einladen (auffordern), eventuell nach ein paar Sätzen Smaltalk. Danach mit lächelnder Zurückhaltung testen, ob man von sich aus auf Dich zurückkommt. Freu Dich auf die gute Rückwirkung.Auch dann, wenn sie erst bei deinem nächsten Besuch dieser Milonga spürbar wird.

Milongatip Auffordern für Männer

Egal wie deine Selbsteinschätzung ist mehr oder weniger zu „können“, das interessiert eine Frau viel weniger als Du glaubst. Sie freut sich einfach nur aufgefordert zu werden. Denn für sie bedeutet das wahrgenommen zu werden als Frau. Das bedeutet ihr viel. Darum geht es ihr. Bedenke sie ist wie Du vor allem Teil einer abgekühlten Berufswelt. Geh also selbstbewusst und klar in die Offensive. Die Durchchnittsfrau wird lieber von einem mäßig tanzenden Mann aufgefordert als von einer toll führenden andern Frau. Die männliche Zurückhaltung macht es den Frauen nur so schwer. Sie fühlen sich als Frau übersehen. Weil das natürlich angweilig ist,  springen sie dann entweder in die Rolle der „Schwester“ und sagen sich: der traut sich nicht. na gut,  mach ich halt den Anfang. ….und Schwupp! Aus der Traum! Jedenfals der vom rollengerechten Dialog zwischen Mann und Frau im Tango. Damit hat sie sich nämlich selbst um das begehrte Erlebniss gebracht aufgefordert zu werden. Schon erledigt. Dich aber hat sie um das Heldengefühl gebracht, dass Du von Dir aus initiativ warst.

Oder sie springen in die

Also geiz nicht mit Tanzeinladungen. Sei verschwenderisch damit wie mit spendiertem Bier!   Tangofrauen schätzen es kollossal aufgefordert zu werden, fast egal wie der Tango dann ausfällt . Das rechnen sie erst in zweiter Linie. Sie wollen jeden Tänzer auf seine Art zu erleben und wenn sie das nicht wollen, sind sie weit weg vom Tango.

Hey Tanguero, sieh es auch ihrer Sicht: allein für die Gelegenheit wird eine wahre Tango-lady bereits dankbar sein!  Sei Dir sicher, dass deine Tanzeinladung gut ankommt, einfach nur weil es eine Tanzeinladung ist. Es wirkt sehr attraktiv wirkt für die Frau, weil ihr damit das angestammte Recht des Empfangens bleibt.

Muss sie aber wegen unangemessener Männerzurückhaltung „selbst dafür sorgen“ einen Tanz zu ergattern, weil sie sonst den ganzen Abend rumsitzt, gerät sie in die „emanzipierte Offensive“ und fordert nur umso mehr auf, was ihr und dem Tango aber schlecht steht. Es ist daher wichtig, daß angemessenes Verhalten innerhalb der Rollen von beiden Seiten gepflegt wird. Einfach weil es Sinn macht und guttut.

Auffordern mit den Augen, der Cabeceo, gehört als kulturelle Gepflogenheit zum Tango . Cabeceo ( blickkontakt herstellen) ist eine spannende Kultur, und reicht von gegenseitiger Hochachtung bis zur intensiven unausweichlichen wortlose Forderung. Durch den klaren Blick in Richtung des gewünschten Partners. (Cabeceo  von „cabeca“= kopf ) wird wortlos aufgefordert. Ist dieser Blick deutlich länger als zufällig darf er als als Tanzeinladung verstanden werden und wird aufgefangen und erwidert bei einverständnis. Man geht aufeinander zu am Rand der Tanzfläche. Falls kein Blickkontakt zustandekommt, so ist der Cabeceo womöglich abgekehnt. Aber nicht unbedingt. Bevor man den ganzen Abend vergeblich versucht, lieber nachfragen: Möchtest du tanzen? / oder: Bitte tanz mit mir / Wie sieht es aus „auf deiner Tanzkarte“ ?/ Reservierst Du mir die nächste Tanda? /….eine Tanda, dauert knappe zehn minuten, diese kleine Zeit kann man einander gönnen, wozu sonst ist das hier eine Milonga. Gute Tangokultur ist sozial und respektvoll freilassend.

dieRegeln/Codigos

Musik in Tandas mit Cortinas. Was heißt das? Einige ausgesuchte Tangostücke nacheinander bilden eine Tanda. Diese bitte mit demselbern Partner bis zu Ende tanzten. Das Ende ist hörbar durch die Cortina. Das sind einige Takte Musik deutlich anderen Stils. So ist eindeutig, wann sich die Fläche leert, wann man zu einen anderen Tanzpartner wechselt oder pausiert. Tanzrichtung in klassischer Ronda: alle Paare sollen einigermaßen fließend weitertanzen können, deshalb: Männer mit der linken Schulter zur Saalmitte und in diese Richtung vorwärts.

Männer haben das Recht und die Pflicht (eigenen Ermessens) die anwesenden Frauen  zum Tanz einzuladen. Das Recht zu wählen, beinhaltet die Pflicht es zu tun.  Emanzipaton ist es möglich, daß Initiative auch von Frauen ausgeht, aber das passt nicht beim Tango. Aber die Erfahrung zeigt,  die Rollentausch im Tango nur auf höchter tänzerischer Ebene funktioniert, nicht aber soziologisch. „Selbstverständliche“ Damenwahl hat folgende negative Auswirkungen:

  1. Männer sind der Herausforderung zur Initiative enthoben. Initiative aber ist das männliches Vorrecht, auf das Männer nicht freiwillig verzichten sollten. Indem Mann abwartet selbst gewählt zu werden drängt er unbewusst die Frau zur Offensive.
  2. Frauen können nicht erleben, dass sie umworben sind, wenn sie selber auffordern (müssen!) Gewählt zu werden ist das weibliche Vorrecht! Darauf sollten Frauen nicht verzichten indem sie überaktiv auffordern.
  3. Männer geraten in die Klemme, wenn sie nicht ablehnend sein wollen. Es ist der männlichen Tanzlust abträglich diese Klemme zu befürchten.
  4. Männliche Tanzunlust provoziert die Offensive der Frau weil sie meint „sonst gehe gar nichts“. Hier schließt sich die Abwärtsspirale der „verdrehten Rollen“ (frau wirbt um mann)
  5. …..im Tango können wir dieser Negativspirale gut entgegenwirken. gweohnheitsmäßig zum Tanz einzuladen ist ein gesellschaftlicher Spaß mit Hintergrund und Tiefenwirkung.

Frauen haben das Recht und die Pflicht (eigenen Ermessens) die Tanzeinladungen der anwesenden Männer anzunehmen, das Recht des Empfangens beinhaltet auch die „Pflicht“ es zu tun. 

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